Macht Schule

Jesus-Nachfolge von Justin dem Märtyrer bis John Wimber

Columban von Iona (521-597)

Kurzportrait

  • „wird als geistreich, witzig, großzügig, irisch temperamentvoll und von heiterer Toleranz gegenüber der heidnischen Umwelt geschildert“ (Ökumenisches Heiligenlexikon)
  • „gründete mit zwölf Gefährten ein Kloster auf der Insel Iona“ (Wikipedia)
  • „hatte mit einem Kreuzzeichen einen Mann gerettet, der von einem wilden Tier aus dem Wasser angegriffen worden war“ (ZDF)
  • „Es gibt einige, wenn auch nur äußerst wenige, denen die göttliche Gnade verliehen hat, den ganzen Erdkreis mitsamt Ozean und Himmel in einem Augenblick zu schauen, gleichsam unter einem Sonnenstrahl und bei wundersam erweitertem Geist, klar und vollkommen offenbar.“ (Adamnanus, Vita Sancti Columbae, Liber Primus)
  • „Begreift doch: Für den HERRN sind die Völker wie ein Tropfen am Eimer oder ein Stäubchen auf der Waagschale; der ganze Erdkreis wiegt für ihn nicht mehr als ein Sandkorn.“ (Jes 40,15 GNB)

Lernchancen

Von Columban, der die Natur wie Cuthbert von Lindisfarne als Ort der Gotteserfahrung verstand, können wir radikale Hingabe an ein Abenteuer lernen. Zu seiner Schöpfungsspiritualität gehörte das Wandern in die Fremde – ohne festes Ziel, mit Pioniergeist, im Gottvertrauen.

Der auch Colum Cille genannte Missionar arbeitete trotz seiner adligen Herkunft und seines Status als Abt hart auf den Feldern und trug einfache Kleidung. In einer blutigen Zeit wurde er zu einer respektierten Autorität durch sein Vorbild in der Umkehr – weg vom Streiten (mehr dazu im Bibel-Blogartikel hier), hin zum Dienen.

Weil Bildung ein Werkzeug des Friedens ist, wurde Iona trotz der rauen Bedingungen zu einem Zentrum der Gelehrsamkeit und der Kunst. Mit wenig Komfort wurde Neues aufgebaut und kulturelles Erbe bewahrt – durch Mönche, die „das christliche Leben als Epos begriffen, als die gewaltigste Geschichte, die die Welt jemals gesehen hat“ und davon beseelt Manuskripte auf einer einsamen Insel kopierten.

Anregungen

Ressourcen