Macht Schule

Jesus-Nachfolge von Justin dem Märtyrer bis John Wimber

Ansgar von Bremen (801-865)

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Kurzportrait

  • „Erzbischof von Hamburg und Bremen, Glaubensbote in Schweden und Dänemark“ (Ökumenisches Heiligenlexikon)
  • „entstammte keiner der großen Familien des Fränkischen Reiches, sondern war eher einfacher Herkunft“ (Wikipedia)
  • „gilt als eine der wichtigsten Persönlichkeiten für die Geschichte Hamburgs im Frühen Mittelalter“ (Digitales Hamburg Geschichtsbuch)
  • ausgewähltes Originalzitat: „Wäre ich dessen bei meinem Gott würdig, so würde ich ihn bitten, ein einziges Wunder mir zu verstatten, das nämlich, daß er mich durch seine Gnade zu einem guten Menschen mache.“ (Ende Kapitel 39 der Vita Anskarii von Rimbertus)
  • passender Bibelvers: „Gott, sei mir gnädig und vergib mir, ich weiß, dass ich ein Sünder bin!“ (Lk 18,13 Hfa)

Lernchancen

Von Ansgar, der wie Adalbert von Prag mit seinem Glauben die etablierten Grenzen Europas überschritt, können wir einen ausdauernden Umgang mit Rückschlägen lernen. Bezüglich der Christianisierung Skandinaviens konnte er zwar als Sämann wirken, jedoch noch keine Ernte einfahren – weder unter den Dänen noch unter den Schweden.

Dem aus dem Kloster Corvey in den Norden aufgebrochenen Pionier ging selbst das, was er in Hamburg aufgebaut hatte, in der stürmischen Wikingerzeit wieder verloren. Von Bremen aus fing er wieder von vorne an und am Ende machte er doch einen bleibenden Unterschied: Die ihm zur Verfügung stehenden Mittel investierte er in soziale Projekte, während er für sich selbst ein asketisches Leben wählte.

Ansgars Glaubwürdigkeit zeigte sich im Dienst an den Schwächsten, indem er Sklaven freikaufte (mehr dazu im Bibel-Blogartikel hier) und sich auch sonst um Arme und Kranke kümmerte. In einer von Gewalt geprägten Zeit suchte er weniger das Konfrontieren oder sogar das Erzwingen, sondern vielmehr – mit diplomatischem Geschick – das Verhandeln und letztlich das Vertrauen.

Anregungen

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