Kurzportrait
- „wurde einer der ersten großen Theologen, besonders durch seine Apologien“ (Ökumenisches Heiligenlexikon)
- „während der Regierungszeit des Kaisers Mark Aurel mit sechs anderen Christen verhaftet“ (Wikipedia)
- „war dazu berufen, den römischen Kaiser mit einer Verteidigung des wahren Christentums zu konfrontieren“ (Leseprobe Biografien Ruach)
- ausgewähltes Originalzitat: „Mit gutem Grunde glauben wir an Jesus.“ (Dialog mit dem Juden Trypho 118,3)
- passender Bibelvers: „Juden wie Nichtjuden habe ich eindringlich aufgefordert, dass sie zu Gott umkehren und an Jesus, unseren Herrn, glauben sollen.“ (Apg 20,21 Hfa)
Lernchancen
Von Justin, der wie Gregor der Wundertäter von platonischer Philosophie beeinflusst war, können wir das Zusammenspiel von vernünftigem Verstehen und standhaftem Glauben lernen. Als einer der bedeutendsten frühen Apologeten trat er öffentlich und schriftlich an den römischen Kaiser und den Senat heran, um den christlichen Glauben rational zu verteidigen und Vorurteile abzubauen.
Durch seinen intellektuellen Mut und seinen philosophischen Dialog prägte Justin das Konzept des Logos Spermatikos – die Idee, dass Samen der göttlichen Wahrheit bereits in der griechischen Antike zu finden waren, ihre Fülle jedoch erst in Christus offenbart wurde.
Die apologetischen Schriften bieten auch wertvolle Einblicke in die christliche Gemeinschaft des 2. Jahrhunderts – z.B. bezüglich der frühkirchlichen Feier der Taufe und des Abendmahls. Als Justin aufgefordert wurde, den römischen Göttern zu opfern, weigerte er sich konsequent. So wurde er für seine integeren Überzeugungen (mehr dazu im Bibel-Blogartikel hier) hingerichtet.
Anregungen
Ressourcen
- Eintrag bei patristik.info
- Erste Apologie (BKV)
- Zweite Apologie (BKV)